09. April 2020 2 min Lesezeit

Ein Spaziergang durch das „wilde Kreuzberg“

Während des Kalten Krieges hat sich Berlin-Kreuzberg zu einem absoluten Kult- und Szenebezirk entwickelt. Dort ging es etwas wilder und freier zu als im Rest der Stadt und erst recht in Deutschland. Kein Wunder also, dass sich Kreuzberg rasch zu einem wahren Sammelpunkt für Kreative und Verrückte aus aller Herren Länder entwickelte. Und auch 30 Jahre nach dem Mauerfall gilt das Kultviertel nach wie vor als absoluter Mythos, den die Gäste bei einem Berlin-Besuch einfach einmal gesehen haben müssen. 

 

Am besten lernen die Gäste das Kultviertel mit all seinen Facetten natürlich im Rahmen einer Stadtführung kennen. Dabei ist das Angebot an Führungen von der Stadt Berlin und seitens privater Anbieter so vielfältig wie Berlin-Kreuzberg selbst. 

 

Führungen für jeden Geschmack  

Die Besucher haben die Wahl zwischen eher allgemeinen Führungen durch Berlin-Kreuzberg und geführten Stadtführungen, die unter einem bestimmten thematischen Schwerpunkt stehen. Interessant für Besucher, die sich zunächst einmal einen allgemeinen Überblick verschaffen wollen, sind zweifellos die allgemeinen Stadtführungen. Dabei lernen sie die bekannten Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise den Checkpoint Charlie, das Kottbusser Tor oder die Oberbaumbrücke kennen. 

 

Die Teilnehmer erfahren dabei außerdem wissenswerte Hintergründe über das ehemalige Arbeiterviertel, etwa die Hausbesetzerszene, die das Bethanienhaus bis weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht hat, oder die Urban Gardening-Projekte in den Prinzessinnengärten. 

 

Das „wilde Kreuzberg“ kennenlernen  

Die legendäre Kiezkultur von Berlin-Kreuzberg hautnah erleben können die Besucher etwa auf der „wildes Kreuzberg“-Tour. Hier tauchen sie förmlich in die bunte und schrille Welt des multikulturellen Stadtteils ein. 

 

Diese Tour startet  am Kottbusser Tour und führt unter anderem zum Türkischen Markt und zu zahlreichen alternativen Bars und Clubs. Nicht fehlen darf auf dieser Tour natürlich nicht die Oranienstraße, wo Geschäfte, Bars und Restaurants den alternativen Charme von Kreuzberg regelrecht versprühen. Weiter geht die Tour dann via Heinrich-Platz zum Mariannenplatz mit dem Künstlerhaus Bethanien. Dort lassen sich – ebenso wie im benachbarten „Rauchhaus“ noch heute Reste der legendären Hausbesetzerszene finden. Nach einem weiteren Bummel zum „Baumhaus an der Mauer“, zur Markthalle 9 und über den Görlitzer Park nähern sich die Teilnehmer auch schon dem Ende der Führung am Görlitzer Bahnhof. 

 

Weitere Themen-Touren durch Berlin-Kreuzberg  

Daneben gibt es eine Vielzahl von sogenannten Art-Touren, auf welchen die Teilnehmer diverse Galerien und kulturelle Hotspots in Berlin-Kreuzberg kennenlernen. Und auch für Genießer gibt es passende Tour-Angebote: Bei den kulinarischen Touren machen sie im multikulturellen Stadtteil gewissermaßen eine Genuss-Weltreise im Zeitraffer.